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  • marianneweibel

Nur in der Krise sprechen wir über das Vertrauen – die Grundlage unserer Beziehungen und Reputation.


Der gute Ruf und unsere Beziehungen beruhen auf Vertrauen. Ein unerlässlicher Wert, den es gilt aufzubauen und zu pflegen. Und nach regelmässiger Reflektion weiter zu entwickeln. Wie baut man Vertrauen auf?


«Wenn ich mich einer Operation unterziehe, dann vertraue ich dem Chirurgen. Wenn ich in ein Flugzeug steige, dann vertraue ich der Airline. Wenn ich einen Fugu-Kugelfisch in Japan esse, dann vertraue ich dem Koch.»

Vertrauen, der meist unterschätzte Faktor der Wirtschaft und Gesellschaft

Vertrauen wirkt immer. Rund um die Uhr. Es ist die Grundlage für jede Kommunikation, für alle Beziehungen und Projekte. Vertrauen bestimmt unsere Zukunft. Es ist ein klar nachweisbarer Wert, mit dem man einen guten Ruf aufbaut und der sich positiv auf die Kosten auswirkt. Gemäss Jack Welch, ehemaliger CEO von General Electric, spüre man, wenn das Vertrauen vorhanden sei und ein mangelndes Vertrauen könne selbst die erfolgreichsten Unternehmen zerstören. Trotzdem gehört das Vertrauen wohl zu den am meisten unterschätzten Faktoren unserer Wirtschaft und Gesellschaft.


Wie entsteht Vertrauen?

Laut Stephen M.R. Covey, amerikanischer Autor u.a. von «The Speed of Trust» und Redner, beruht die Grundlage des Vertrauens auf Glaubwürdigkeit und dreizehn Verhaltensregeln.


  • Grundlagen der persönlichen Glaubwürdigkeit Ein glaubwürdiger Mensch ist integer. Er ist ehrlich, seine Taten und Worte sind kongruent und er versucht, seine Werte zu leben. Er ist fürsorglich und nimmt am Geschehen aktiv Teil. Diese zwei Charaktere – Integrität und Absichten – werden mit seinen Kompetenzen Fähigkeiten und Ergebnisse ergänzt. Nur wenn eine Person all diese Faktoren erfüllt, kann sie glaubwürdig sein. Denn was nützt mir einen Chirurgen, der integer ist und gute Motive hat, jedoch nicht über das Wissen einer spezifischen Operation verfügt und keine Erfolge vorweisen kann?


  • Das Vertrauen entsteht von innen nach aussen Gemäss Covey kann ein Mensch nur Vertrauen schenken, wenn er sich selbst vertraut. Obschon er das Vertrauen in fünf verschiedene Wellen unterteilt, weisen alle die gleichen Vertrauensregeln auf, die zusammen mit der persönlichen Glaubwürdigkeit das Vertrauen bilden. Die Wellen des Vertrauens: 1. Selbstvertrauen 2. Beziehungsvertrauen 3. Organisationsvertrauen 4. Marktvertrauen 5. Gesellschaftsvertrauen


Exkurs zum Marktvertrauen

Das Prinzip des Marktvertrauens ist der gute Ruf gegenüber allen Marktteilnehmenden – gegenüber den Kunden, Investoren, Mitarbeitenden, Lieferanten, dem Regulator und der Gesellschaft. Die Grundlagen eines guten Rufes sind die Glaubwürdigkeit der Markenpersönlichkeit, transparente Kommunikation und ein regelkonformes Verhalten gemäss den dreizehn Vertrauensregeln:


  • 1_ Ehrlich sein | 2_Respekt zeigen | 3_Transparenz schaffen | 4_Fehler tolerieren und korrigieren | 5_Anerkennung zeigen | 6_Ergebnisse liefern | 7_Kontinuierliche Weiterentwicklung nach dem Kaizen-Prinzip | 8_Sich der Realität stellen | 9_Erwartungen klären | 10_Verantwortung übernehmen und dazu stehen | 11_Zuhören, um die Gedanken und Gefühle des Gegenübers zu verstehen | 12_Versprechen halten | 13_Anderen Vertrauen schenken, weil das Vertrauen auf Gegenseitigkeit beruht


Wie schaffe und halte ich einen guten Ruf?

Neben den erwähnten Grundlagen spielen die Kommunikation gegenüber der Anspruchsgruppen und eine gute Krisenvorbereitung eine wichtige Rolle. Denn auch vertrauenswürdige Unternehmen können in eine Krise geraten - in eine unverschuldete - wie die Finanzkrise aus dem Jahr 2008 zeigt. Da die Reputation von aussen wahrgenommen wird, sollte die Marke, deren Markenwerte und die Kommunikation auch von einer externen Perspektive beleuchtet werden. Und nicht erst, wenn der Ruf angekratzt ist, sondern in guten Zeiten.



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